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Die Domplatte bezeichnet den Fußgängerbereich, der den Kölner Dom 1 nahezu vollständig umschließt und ist einer der am stärksten von Touristen frequentierten Plätze Kölns, darüber hinaus aber auch für Kölner ein beliebter Treffpunkt.
Über eine breite Treppe an den Hauptbahnhofsvorplatz angebunden, verbindet sie ebenerdig die Domportale und die Domschatzkammer sowie die Hohenzollernbrücke 15, die Kölner Philharmonie, das Museum Ludwig 4 und das Römisch-Germanische Museum mit dem Wallrafplatz und der Haupteinkaufsstraße "Hohe Straße". Der südliche Teil der Domplatte, der nach Papst Johannes XXIII. benannte Roncalliplatz, ist ein umstrittener Treffpunkt für Inline-Skater und Skateboarder und ein Ort für Gottesdienste, Musik- und Kunstprojekte sowie einen Weihnachtsmarkt.
Die Domplatte ist die gestalterische Antwort auf ein einzigartiges städtebauliches Problem: Ziel war damals, den seit dem 19. Jahrhundert vom rollenden Verkehr umflossenen Dom in die fußläufige Altstadt, also in die "Eselswege unserer Vorfahren" (Rudolf Schwarz) zurückzubinden. Dies war nur möglich durch die Wiederanhebung des Anfang 20. Jh. abgebaggerten Domhügels. Das Bodenniveau wenige Meter nördlich des Kölner Doms war jedoch nie auf dem der südlich und östlich anschließenden Altstadt, weil hier die römische Stadtgrenze im Verlauf der damaligen Stadtmauer einen Geländesprung von 4,5 Metern Tiefe beschert. Dom und alte Stadtgrenze sind sozusagen hier "auf Kante genäht". Diese "Stadtkante" erhielt durch König Friedrich Wilhelm IV. eine zusätzliche Betonung, weil das preußische Königshaus bei der Anreise im Zug direkt neben dem Dom als ihrem Denkmal "von deutscher Baukunst" aussteigen wollte. Weil man für die in der Nachkriegszeit des 20. Jh. angestrebte "Remittelalterisierung" der Domumgebung nicht die Trankgasse und den angrenzenden Stadtteil samt Bahnhofsvorplatz zuschütten wollte, blieb nur die Terrassengestaltung, die später wegen des ebenfalls angrenzenden Museumsbaus nur noch an der Nordseite erhalten geblieben ist.
Ein Teil der Domplatte, von Westen nach Norden mit Treppe zum Hauptbahnhof und dem Dionysos-Hof direkt vor dem frühchristlichen Baptisterium unterhalb des Domchors, wurde vom Sieger eines städtebaulichen Wettbewerbs 1968 nach Entwurf des Architekten Fritz Schaller ausgeführt. Der südliche Teil mit Roncalliplatz enstand durch städtische Plannung. Mit dem Bau des Römisch-Germanischen Museums wurde die Platte zunächst nach Osten und bei Bau des Museum Ludwig 4 durch die Architekten Busmann und Haberer bis zur Hohenzollernbrücke 15 und dem Rheingarten erweitert.
Westlich gegenüber den Domtürmen wurde am Rand der Domplatte ein Modell der Kreuzblume des Domes in Originalgröße aufgestellt, um die Größenverhältnisse des Domes anschaulich zu machen.
Im gläsernen, innen gestuften Parterre des Domforums (gegenüber dem Petersportal des Doms, ehemals Bank für Gemeinwirtschaft) antizipierte Fritz Schaller bereits 1953 den westlichen Verlauf der späteren Terrassenkante. Unter der Domplatte liegt die Domgarage mit Fragmenten der römischen Stadtmauer.
Die Domplatte wurde 2006 in der ZDF-Reihe "Unsere Besten" zum beliebtesten Ort in Deutschland gekürt.
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